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CareFlix · Diabetologie & Diabetestechnik
Stand: September 2026
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Glooko App: Diabetes-Datenmanagement im Überblick

Glooko bündelt Daten aus Insulinpumpen, CGM-Systemen, Blutzuckermessgeräten, Insulinpens und Aktivitätstrackern in einer Plattform – für Patient*innen als App, für Behandelnde als webbasierter Population Tracker. Dieser Artikel beschreibt Nutzen und Anwenderfreundlichkeit für Ärzte, Praxis/Klinik und Patient*innen sowie die grundsätzliche Vorgehensweise beim Verbinden der einzelnen Geräte.

Diabetes-Datenmanagement Population Tracker 200+ kompatible Geräte

Glooko ist eine geräteunabhängige Plattform, die Daten aus praktisch allen gängigen Diabetes-Devices – Insulinpumpen, CGM-Sensoren, klassischen Blutzuckermessgeräten und Insulinpens – automatisch zusammenführt und in verständlichen Auswertungen darstellt. Sie ersetzt keine Insulinpumpe und gibt keine Dosierungsempfehlungen, sondern schafft die gemeinsame Datengrundlage für das Gespräch zwischen Behandlungsteam und Patient*in.

Wichtig zur Einordnung Die Glooko App kann keine Insulindosen empfehlen und ersetzt nicht die Behandlung durch eine qualifizierte Fachperson. Werte können nicht manuell in die App eingegeben werden – Blutzuckerwerte müssen aus einem kompatiblen Messgerät, einer Insulinpumpe oder einem CGM synchronisiert werden. Für Minderjährige ist die Einrichtung eines Glooko-Kontos nur mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten möglich.
INHALT
  1. 01 Vorteile für Ärztinnen und Ärzte
  2. 02 Anwenderfreundlichkeit in Praxis & Klinik
  3. 03 Vorteile für Patientinnen und Patienten
  4. 04 Anleitung: Geräte mit Glooko verbinden
  5. 05 Verbindungsmethoden nach Gerätetyp
  6. 06 Glossar

Vorteile für Ärztinnen und Ärzte

Zusammengeführte Verlaufsdaten statt einzelner Gerätereports – die Grundlage für schnellere, fundiertere Therapieentscheidungen.

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Für die behandelnde Ärztin / den behandelnden Arzt
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Ein Dashboard statt vieler EinzelgeräteDaten aus Pumpe, CGM, Blutzuckermessgerät und Pen laufen in einer gemeinsamen Ansicht zusammen, statt jedes Gerät einzeln auslesen zu müssen.
🕐
Vorbereitung vor dem TerminVerlaufsdaten seit dem letzten Besuch stehen bereits vor dem Patientengespräch zur Verfügung – Auffälligkeiten lassen sich vorab identifizieren, statt erst im Termin ausgewertet zu werden.
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Mustererkennung über längere ZeiträumeWiederkehrende Hypo- oder Hyperglykämie-Muster, Zusammenhänge mit Mahlzeiten oder Aktivität werden über Wochen statt nur an einzelnen Messtagen sichtbar.
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Mobile Insulin Dosing System (MIDS)Für Typ-2-Diabetes mit Basalinsulin-Beginn oder -Anpassung lässt sich ein strukturiertes Titrationsschema konfigurieren, das der Patientin/dem Patienten in der App automatisch angezeigt wird.
🔄
Fernüberwachung zwischen den TerminenMit aktivierter Remote-Monitoring-Funktion sind Auffälligkeiten auch außerhalb der Sprechstunde erkennbar, etwa bei Therapieumstellungen oder in der Schwangerschaft.

Anwenderfreundlichkeit in Praxis und Klinik

Für das gesamte Behandlungsteam ausgelegt – von der Einzelpraxis bis zur Diabetes-Ambulanz mit großer Patientenpopulation.

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Für Praxisteam und Klinik
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Population TrackerZeigt die gesamte Patientenpopulation mit Diabetes-Trends im Überblick; Risiko-Flaggen helfen, Patient*innen mit Handlungsbedarf zu priorisieren.
🗂️
Fallmanagement mit StatusflaggenPatientenkonten lassen sich mit anpassbaren Kontaktflaggen versehen, die in der Patientenliste sichtbar sind – Einstellungen auf Patientenebene haben dabei stets Vorrang vor allgemeinen Populationseinstellungen.
🖥️
Browserbasiert, ohne lokale InstallationDie Glooko Web Application läuft direkt im Browser (empfohlen: Google Chrome) mit einer Serviceverfügbarkeit von mindestens 99 %.
🔐
Single Sign-On (SSO)Bei aktiviertem SSO melden sich Mitarbeitende mit der bestehenden Klinik-E-Mail-Adresse an, ohne ein separates Glooko-Passwort verwalten zu müssen.
🧾
PDF- und interaktive BerichteSynchronisierte Patientendaten lassen sich als PDF-Berichte oder interaktive Auswertungen darstellen – geeignet für die Dokumentation und die Patientenkommunikation.
🔌
EHR-IntegrationAnbindung an bestehende Praxisverwaltungs- bzw. Krankenhausinformationssysteme möglich, um doppelte Dateneingabe zu vermeiden.
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Gesponserte KontenKlinik-Upload-Tools werden bei einem gesponserten Abonnement häufig kostenfrei von einem Gerätehersteller oder Pharmapartner bereitgestellt; bei einem solchen Konto sind allerdings meist nur Pumpendaten des jeweiligen Sponsors einsehbar.

Vorteile für Patientinnen und Patienten

Alle Diabetes-Geräte an einem Ort – ohne die eigenen Gewohnheiten oder Geräte wechseln zu müssen.

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Für Patientinnen und Patienten
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Kostenfreie Mobile AppVerfügbar für iOS und Android; erfasst Blutzucker, CGM-Verlauf, Insulingaben, Ernährung, Bewegung und weitere Medikation an einem Ort.
🔧
Kein Gerätewechsel nötigGlooko ist mit rund 95 % der gängigen Diabetesgeräte kompatibel – die meisten Patient*innen können ihre bisherigen Geräte und Gewohnheiten unverändert weiterverwenden.
🤝
Automatische Datenfreigabe an die PraxisNach Eingabe des ProConnect-Codes der behandelnden Praxis werden Daten automatisch geteilt – ein manuelles Versenden vor jedem Termin entfällt.
✉️
Unabhängige Nutzung möglichAuch ohne teilnehmende Praxis lässt sich ein Glooko-Konto einrichten; Auswertungen können dann eigenständig als PDF per E-Mail oder Fax an das Behandlungsteam weitergegeben werden.
🧠
Verständliche Zusammenhänge statt RohdatenErnährung, Aktivität und Medikation lassen sich neben den Glukosewerten dokumentieren, sodass Muster im Alltag – etwa nach bestimmten Mahlzeiten – leichter erkennbar werden.

Anleitung: Geräte mit Glooko verbinden

Grundsätzlicher Ablauf für die Ersteinrichtung – Details variieren je nach Gerät und Betriebssystem.

1

Konto anlegen

Registrierung über die Glooko-Website oder per Einladungslink der behandelnden Praxis. Bei teilnehmender Praxis: den ProConnect-Code der Praxis im entsprechenden Feld eingeben, um die automatische Datenfreigabe zu aktivieren.
Registrierung: https://join.glooko.com/?locale=de
Anmeldung: https://my.glooko.com/users/sign_in

2

App installieren

Glooko Mobile App aus dem App Store (iOS) oder Google Play (Android) laden und mit den erstellten Zugangsdaten anmelden.

3

Gerätekompatibilität prüfen

Über das Kompatibilitäts-Suchwerkzeug auf der Glooko-Website prüfen, ob das eigene Gerät unterstützt wird und welche Verbindungsmethode (Bluetooth, App-Sync oder Kabel) dafür vorgesehen ist.

4

Gerät verbinden

In der App unter „Geräte“ das jeweilige Gerät auswählen und den angezeigten Anweisungen folgen: Bluetooth-Pairing direkt in der App, Installation der herstellereigenen App bei Pumpen/CGM mit App-Sync, oder Anschluss per Kabel/Adapter am Computer bei älteren Geräten ohne Bluetooth.

5

Erste Synchronisation durchführen

Nach erfolgreicher Kopplung werden vorhandene Verlaufsdaten des Geräts einmalig vollständig übertragen. Auf der Registerkarte „Geräte“ lässt sich prüfen, ob eine Zeitverschiebungswarnung vorliegt – dann stimmen Datum/Uhrzeit von Gerät und App nicht überein und sollten synchronisiert werden.

6

Regelmäßige Synchronisation sicherstellen

Bei Bluetooth- oder App-Sync-fähigen Geräten läuft die Übertragung automatisch im Hintergrund; bei Kabel-Uploads empfiehlt sich eine feste Routine (z. B. vor jedem Praxistermin), damit die Datenlücken für das Behandlungsteam möglichst klein bleiben.

Verbindungsmethoden nach Gerätetyp

Übersicht, welcher Verbindungsweg für welche Gerätekategorie typischerweise vorgesehen ist.

Gerätetyp Typische Verbindung Hinweis
Klassisches Blutzuckermessgerät (mit Bluetooth) Bluetooth Direkte Kopplung in der App; bei älteren Modellen ohne Bluetooth über MeterSync Blue nachrüstbar.
Klassisches Blutzuckermessgerät (ohne Bluetooth) Kabel/Adapter Übertragung über den Glooko-Uploader am PC/Mac mit herstellerspezifischem Kabel.
Insulinpumpe (z. B. Omnipod, t:slim X2, MiniMed) App-Sync Synchronisation meist über die herstellereigene App oder Cloud-Anbindung; Glooko liest die Daten aus der jeweiligen Herstellerplattform.
CGM-System (z. B. Dexcom, FreeStyle Libre) App-Sync Anbindung über die CGM-Herstelleranwendung; bei einigen Modellen ist zusätzlich ein direkter Bluetooth-Sync möglich.
Verbundener Insulinpen Bluetooth / NFC Bei NFC-fähigen Pens (z. B. über diasend®) auch mobiles Auslesen unterwegs möglich.
Aktivitätstracker App-Sync Anbindung über die jeweilige Fitness-App; eine direkte Synchronisation mit Google Fit wird von Glooko nicht unterstützt.
Einordnung für die Praxis Manuelle Eingabe von Blutzuckerwerten ist in der Glooko App nicht möglich – jeder Glukosewert muss aus einem kompatiblen Gerät synchronisiert werden. Das erhöht die Datenzuverlässigkeit, bedeutet aber auch, dass ein nicht kompatibles oder sehr altes Gerät vor Einführung von Glooko in der Praxis ersetzt werden sollte.

Glossar

Kurzdefinitionen der zentralen Begriffe.

Population Tracker
Webbasierte Übersicht für Behandlungsteams über die gesamte Patientenpopulation samt Diabetes-Trends und Risiko-Flaggen.
ProConnect-Code
Von der Praxis/Klinik vergebener Code, den Patient*innen bei der Registrierung eingeben, um die automatische Datenfreigabe an das Behandlungsteam zu aktivieren.
MIDS (Mobile Insulin Dosing System)
Von der Praxis konfigurierbares Titrationsschema für Basalinsulin bei Typ-2-Diabetes, das der Patientin/dem Patienten automatisch in der App angezeigt wird.
diasend®
Von Glooko übernommene Plattform, u. a. für den Upload verbundener Insulinpen-Daten und zusätzliche Klinik-Anbindungen.
Hinweis: Funktionsumfang, Gerätekompatibilität und Verbindungswege können sich je nach Abonnement, Region und Softwareversion unterscheiden und werden von Glooko fortlaufend aktualisiert. Diese Übersicht ersetzt keine individuelle Einweisung durch die Praxis/Klinik oder die aktuelle Gebrauchsanweisung des Herstellers. Stand der Informationen: September 2026.