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Grundlagen & Definition

Die allergische Rhinitis (AR) ist eine IgE-vermittelte entzündliche Erkrankung der Nasenschleimhaut, die durch nasale Obstruktion, Rhinorrhoe, Niesen und Pruritus charakterisiert ist. Sie ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter und wird in ihrer klinischen Bedeutung und dem Risiko von Folgeerkrankungen häufig unterschätzt.

One Airway – One Disease: Allergische Rhinitis und Asthma bronchiale sind pathophysiologisch eng verbunden. Nasale Entzündung verstärkt bronchiale Hyperreagibilität über nasobronchiale Reflexe, Mediatorenwanderung und nasale Obstruktion mit oraler Atmung (Umgehung des nasalen Filters). 40 % der AR-Patienten entwickeln Asthma; fast alle allergischen Asthmapatienten haben eine begleitende Rhinitis.

Pathophysiologische Kaskade

PrimärkontaktSensibilisierung, IgE
Sofortreaktion (0–1 h)Mastzelle → Histamin
Spätreaktion (4–8 h)Eosinophile, Th2-Zytokine
ChronifizierungSchleimhautremodelling
KomorbiditätenAsthma, Sinusitis, Otitis
15–25 %
Prävalenz Kinder (D-A-CH)
~400 Mio.
Betroffene weltweit
40 %
AR-Patienten mit Asthma
60–80 %
Genetische Heritabilität

Grundlagen der nasalen IgE-Inflammation

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Sofortreaktion (Typ I)

Allergen bindet IgE auf Mastzellen → Degranulation → Histamin, Leukotriene, Prostaglandine → Niesen, Pruritus, Rhinorrhoe, Kongestion innerhalb von Minuten.

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Spätreaktion & Chronifizierung

4–8 h nach Allergenexposition: eosinophile Infiltration, IL-4/IL-5/IL-13-Ausschüttung, Schleimhautödem, Hypersekretion. Bei persistierender Exposition: nasales Remodelling, Polypogenese.

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Saisonale vs. perenniale AR

Saisonal (SAR): Pollen (Gräser, Bäume, Kräuter); ausgeprägte Saisonalität; Konjunktivitis häufig. Perennial (PAR): Hausstaubmilben, Tierepithelien, Schimmelpilze; ganzjährig; nasale Kongestion dominant.

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Nasale Hyperreagibilität

Chronische Entzündung → erniedrigte Schwelle für unspezifische Reize (Kälte, Rauch, Gerüche, Feuchtigkeit). Priming-Phänomen: wiederholte Allergenexposition → verstärkte Reaktion. Nasale Kongestion → Adenoid-Hyperplasie.

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Rhinokonjunktivitis

Gleichzeitige Konjunktivitis (allergische Rhinokonjunktivitis, ARC) in 50–70 % der AR-Fälle. IgE-vermittelte Mastzellaktivierung in der Konjunktiva. Brennen, Tränen, Juckreiz, Rötung.

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Schlaf & Lebensqualität

Nasale Kongestion → Schnarchen, obstruktive Apnoen, Schlafqualitätsminderung → Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen, schlechtere Schulleistungen. Erhebliche Einschränkung der kindlichen Lebensqualität.

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Klinische Symptome

Die klassischen Kardinalsymptome sind nasales Pruritus, Niesen (oft explosiv, in Salven), wässrige Rhinorrhoe und nasale Kongestion. Die Ausprägung variiert je nach Allergen, Saison und Schweregrad.

ARIA-Klassifikation (Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma)

ARIA-KategorieKriteriumSymptom-SchwereTherapieempfehlung
Intermittierend< 4 Tage/Woche ODER < 4 Wochen konsekutivLeicht: keine Lebensqualitäts-EinschränkungOrales oder intranasales H1-Antihistaminikum nach Bedarf
Intermittierend< 4 Tage/Woche ODER < 4 Wochen konsekutivMittelschwer/schwer: mit LQ-EinschränkungIntranasales Kortikosteroid oder Antihistaminikum
Persistierend≥ 4 Tage/Woche UND ≥ 4 Wochen konsekutivLeicht: keine LQ-EinschränkungIntranasales Kortikosteroid; Stufentherapie
Persistierend≥ 4 Tage/Woche UND ≥ 4 Wochen konsekutivMittelschwer/schwer: mit LQ-EinschränkungIntranasales Kortikosteroid + AIT evaluieren

LQ-Einschränkung (ARIA) liegt vor bei: Schlafstörungen, Beeinträchtigung von Alltag/Sport/Freizeit, Einschränkung der schulischen/beruflichen Leistungsfähigkeit ODER als „störend" empfundene Symptome. Bereits eines dieser Kriterien = mittelschwer/schwer.

KARDINALSYMPTOME (NASALE TETRADE)

  • Nasaler Pruritus (Juckreiz Nase, Gaumen, Rachen)
  • Paroxysmales Niesen (oft in Salven)
  • Wässrige, klare Rhinorrhoe (anteriore Rhinorrhoe)
  • Nasale Kongestion / Obstruktion (bilateral)
  • Verminderter Geruchssinn (Hyposmie)
  • Postnasales Sekret (Pharynx-Reizhusten)
  • Mundatmung bei ausgeprägter Kongestion

OKULÄRE SYMPTOME (RHINOKONJUNKTIVITIS)

  • Bilaterales Augenjucken (typisch!)
  • Konjunktivale Rötung, Chemosis
  • Wässriger, schleimiger Ausfluss
  • Fremdkörpergefühl, Lichtscheu
  • Periorbitales Ödem (allergisches Shiners)
  • Dennie-Morgan-Falte infraorbital
  • Allergischer Gruß (Reiben der Nase aufwärts)

SYMPTOME BEI KINDERN (BESONDERHEITEN)

  • „Allergischer Gruß" (nasaler Salute)
  • Nasale Querfalte durch häufiges Reiben
  • Adenoid-Fazies (Mundatmer, Gaumenhochstand)
  • Schnarchen, Schlafstörungen, Apnoen
  • Rezidivierende seröse Otitis media
  • Konzentrationsstörungen, Schulprobleme
  • Appetitminderung (Geruchsverlust)

KOMORBIDITÄTEN & FOLGEERKRANKUNGEN

  • Asthma bronchiale (40 % der AR-Patienten)
  • Allergische Rhinosinusitis / CRS
  • Seröse Otitis media → Hörstörung
  • Adenoid-Hyperplasie
  • Schlafapnoe-Syndrom
  • Anosmie (bei schwerer AR)
  • Kieferorthopädische Probleme (Mundatmer)

Wichtige Allergene nach Saisonalität

AllergenSaisonTypisches SymptomrepertoireIgE-Komponente
GräserpollenMai–August (Hauptsaison)Klassische Rhinokonjunktivitis; Niesen dominant; EIB-Risiko; Kreuzreaktionen: Tomaten, Weizen, MelonenPhl p 1, Phl p 5 (genuine Marker)
BirkenpollenMärz–MaiStarke Konjunktivitis; OAS (Äpfel, Nüsse, Karotten); Rhinitis; kurze intensive SaisonBet v 1 (PR-10; Kreuzreaktivität)
HausstaubmilbePerennial (Winter ↑)Nasale Kongestion dominant; Husten; Asthma-Komorbidität; morgens verstärkt (Schlafzimmer)Der p 1, Der p 2, Der p 23
Tierepithelien (Katze)PerennialIntensive Reaktion; Niesen + Konjunktivitis rasch; auch bei indirektem Kontakt; Persistenz nach EntfernungFel d 1 (Hauptallergen)
SchimmelpilzeJuli–Oktober (Alternaria)Schwere AR + Asthma-Exazerbation; feuchte Wohnverhältnisse; Alt a 1 assoz. mit schwerem AsthmaAlt a 1, Asp f 1
Haselnuss/ErleFebruar–April (Frühblüher)Erstes AR-Symptom im Jahr; Kreuzreaktivität mit Birke (Bet v 1-Familie); OASAln g 1, Cor a 1 (PR-10)
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Diagnostik

Die Diagnose der allergischen Rhinitis basiert auf einer konsistenten Anamnese (Allergen-Symptom-Assoziation) kombiniert mit allergologischen Testnachweisen. Bei Kindern sind Symptomkalender und die Saisonalität besonders wegweisend.

Diagnostischer Algorithmus

  1. Strukturierte AnamneseSymptombeginn, -muster und Saisonalität; Allergen-Symptom-Zusammenhang; Begleitsymptome (Konjunktivitis, Husten, Asthma); Lebensqualitäts-Einschränkungen (Schlaf, Schule, Sport); atopische Eigenanamnese; Familienanamnese; Wohnverhältnisse (Haustiere, Teppiche, Feuchtigkeit); Pollenkalender-Korrelation.
  2. Körperliche UntersuchungAnteriore Rhinoskopie: blasse, livid-ödematöse Schleimhaut, klares Sekret (typisch). Allergische Fazies: Dennie-Morgan-Falte, allergischer Gruß, nasale Querfalte, Adenoid-Fazies. Auskultation (Giemen, bronchiale Hyperreagibilität). Augeninspektion: Konjunktivitis, Chemosis, Lidödem.
  3. Prick-Test (Hauttestung, erste Wahl)Standardpanel Inhalationsallergene: Gräser, Bäume, Kräuter, Hausstaubmilben, Tierepithelien, Schimmelpilze. Positiv: Quaddel ≥ 3 mm (vs. Negativkontrolle). Histaminpositivkontrolle obligat. Ab Säuglingsalter möglich; Abstand zu Antihistaminika 3–7 Tage. Intrakutantest: erhöhte Sensitivität, bei Diskrepanz Prick/Anamnese.
  4. Spezifisches IgE (In-vitro-Diagnostik)ImmunoCAP-Einzelallergene + Allergenkomponenten (CRD): differenziert genuine vs. kreuzreaktive Sensibilisierung (z.B. Bet v 1 = Kreuzreaktion; Phl p 1 = genuine Gräsersensibilisierung). Gesamt-IgE zur Atopie-Beurteilung. Indiziert bei: Kontraindikationen gegen Hauttests, laufende Antihistaminika-Therapie, Polysensibilisierung.
  5. Nasaler Provokationstest (NPT)Goldstandard bei Diskrepanz Anamnese/Testung oder vor AIT-Entscheidung. Applikation des Allergens intranasal (Spray oder getränkter Wattebausch). Bewertung: akustische Rhinometrie (nasaler Atemwiderstand), PNIF (Peak Nasal Inspiratory Flow), Symptomscoring. Positiv: nasale Flusszunahme ≥ 40 % Abfall PNIF + Symptomscoring ≥ 3 (TNA-Score).
  6. Weiterführende DiagnostikNasenendoskopie bei V.a. Polypen, Septumdeviation, Adenoid-Hyperplasie. Rhinomanometrie / Akustische Rhinometrie bei Kongestions-Dominanz. CT-NNH bei V.a. Sinusitis-Komorbidität. Spirometrie + FeNO bei Asthma-Verdacht. Allergologisches Gesamtbild: Blutbild (Eosinophile), Gesamt-IgE, TARC.

Diagnostische Parameter im Überblick

ParameterGrenzwert / NormBedeutungWann
Prick-TestQuaddel ≥ 3 mm > NegativkontrolleIgE-vermittelte Sensibilisierung; erste Wahl; hohe Sensitivität/SpezifitätInitial; immer
Spezifisches IgE (sIgE)≥ 0,35 kU/l = Klasse 1Quantitativ; Allergenkomponenten; Kreuzreaktivitäts-DifferenzierungInitial oder bei Kontraindikation Prick
Gesamt-IgEAltersabhängig; erhöht bei AtopieAtopischer Background; nicht allergenspezifisch; ergänzendInitial
Blut-Eosinophile< 300/µl normal↑ bei Atopie; Verlaufsmarker; auch nicht-allergische Ursachen möglichInitial; Differenzialdiagnose
PNIF (Peak Nasal Inspiratory Flow)Normwerte altersabhängig; Abfall ≥ 40 % = positiv bei ProvokationObjective Nasendurchgängigkeit; NPT-Bewertung; VerlaufskontrolleProvokation; Monitoring
Nasale NO (nNO)Erniedrigt bei PCD (< 77 nL/min)Differenzialdiagnose PCD vs. AR; bei AR normal/erhöhtDD-Ausschluss PCD
FeNO≥ 20 ppb erhöht (Kinder)Bronchiale Eosinophilie; Asthma-Komorbidität; Monitoring ICSBei AR + Hustenkomponente / Asthma-Verdacht
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Molekulargenetische Ursachen

Die allergische Rhinitis ist eine polygen-multifaktorielle Erkrankung mit enger genetischer Überlappung mit Asthma und Atopie. GWAS identifizierten zahlreiche Risiko-Loci; viele Suszeptibilitätsgene sind mit dem gesamten atopischen Erkrankungskreis assoziiert.

Th2-IgE-Achse an der Nasenschleimhaut

Sensibilisierungsphase

Allergen-Präsentation & IgE-Bildung

Inhaliertes Allergen gelangt zur nasalen Mukosa → dendritische Zellen prozessieren und präsentieren via HLA-II → Th2-Differenzierung → IL-4/IL-13 → B-Zellen → IgE-Klassenwechsel → IgE sensibilisiert Mastzellen und Basophile der Nasenschleimhaut.

Sofortreaktion

Mastzell-Degranulation

Allergen-Rechallenge → IgE-Kreuzvernetzung auf Mastzellen → Degranulation → Histamin (Pruritus, Niesen, Rhinorrhoe), Leukotriene LTC4/D4 (Kongestion), PGD₂, Tryptase. Innerhalb von Sekunden bis Minuten. Antihistaminika wirken hier primär.

Spätreaktion

Eosinophile Infiltration

4–8 h post-Allergen: IL-5 → Eosinophilen-Einwanderung → MBP, ECP → Schleimhautschaden, Hypersekretion. Th2-Zytokine (IL-4, IL-13) → Becherzellhyperplasie, Mukushyperproduktion, Gewebsödem. Basis für chronische persistierende Rhinitis.

Suszeptibilitätsgene & GWAS-Loci

Gen / LocusChromosomFunktion / MechanismusKlinische Relevanz
HLA-DQB1 / HLA-B6p21MHC-Klasse-II-Moleküle; Allergen-Peptid-Präsentation gegenüber Th2-Zellen; spezifische Aminosäurevarianten in der Peptidbindungstasche modulieren AR-SuszeptibilitätStärkster GWAS-Locus AR
IL4 / IL135q31Th2-Zytokine; IL-4: IgE-Klassenwechsel, Becherzellhyperplasie, nasale Hyper­sekretion. IL-13 rs20541-Polymorphismus assoziiert mit AR ohne klinisches Asthma (Familie). IL-13: Mukus, KongestionZentrale Th2-Achse
IL4R (IL4Rα)16p12IL-4/IL-13-Rezeptor; Glu375Ala, Ser411Leu-Polymorphismen assoziiert mit Atopie/AR/Asthma. Gain-of-function-Varianten → verstärkte Th2-Differenzierung. Target für DupilumabIL-4/IL-13-Signaling
IL33 / ST29p24 / 2q11Epitheliales Alarmin; nasale Schleimhaut-Verletzung → IL-33 → ST2-Aktivierung auf Mastzellen, ILC2, Th2; Verstärkung der nasalen Entzündung; SNPs im ST2-Locus mit AR assoziiertAlarmin-Achse
TSLP5q22Epitheliales Alarmin; aktiviert DCs, ILC2; verstärkt Th2-Polarisation; erhöhte Expression in nasaler Mukosa bei AR-Patienten; Klimawandel (höhere CO₂) erhöht TSLP-Produktion in PollenAllergen-Priming
C11orf30 / LRRC3211q13EMSY-Locus; signifikant assoziiert mit AR und Asthma gemeinsam in mehreren GWAS; LRRC32 (GARP): regulatorische T-Zell-Funktion; TGF-β-Aktivierung auf TregsAR + Asthma Locus
GATA310p15Master-Transkriptionsfaktor Th2-Differenzierung; reguliert IL-4, IL-5, IL-13. GATA3-Überexpression in nasaler Mukosa bei AR. Polymorphismen assoziiert mit AtopieTh2-Master-Regulator
NFIA1p31Nuclear factor I/A; signifikanter GWAS-Treffer für kombinierten Asthma+AR-Phänotyp; reguliert Atemwegs-Differenzierung und nasale EpithelentwicklungAR + Asthma
STAT612q13Downstream-Transkriptionsfaktor von IL-4/IL-13; STAT6-Aktivierung → IgE-Promotor, Mukus-Gene (MUC5AC), Th2-Differenzierung. STAT6-Polymorphismen assoziiert mit AR-SchwereTh2-Signaling
FLG (Filaggrin)1q21Epidermal-Barriere; Loss-of-function-Mutationen → perkutane Sensibilisierung → atopischer Marsch → AR. FLG-Mutation erhöht AR-Risiko indirekt (via AD und systemische Sensibilisierung)Atopischer Marsch

Epigenetische Modulatoren

DNA-Methylierung

TSLP-Promotor-Hypomethylierung

Luftverschmutzung (NO₂, Feinstaub) und Zigarettenrauch → Hypomethylierung des TSLP-Promotors → erhöhte TSLP-Expression → Th2-Drift. Klimawandel: höhere CO₂-Konzentrationen → verstärkte Pollenallergenität → epigenetische Veränderungen in Atemwegsepithel.

Histon-Modifikation

H3K4me3 an IL-4/IL-13-Loci

GATA-3 und c-Myb-Komplex rekrutieren Histon-Methyltransferase MLL → H3K4-Methylierung + H3K9-Acetylierung an IL-13-Locus → robuste Th2-Aktivierung. PHF11 fördert IgE-Klassenwechsel via permissive Histonmodifikationen im GLTε-Promotor.

Pollen-Epigenetik

Klimawandel & Pollenallergene

Steigende CO₂- und Ozon-Konzentrationen → veränderte Proteinfaltung von Phl p 5 und Bet v 1 → erhöhte Allergenität. Verlängerte Pollensaison und höhere Pollenmengen. Diesel-Partikel adjuvantieren IgE-Produktion durch epigenetische NF-κB-Aktivierung.

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Molekulargenetische Diagnostik

Eine routinemäßige Gendiagnostik ist bei AR nicht indiziert. Die molekulare Diagnostik fokussiert auf Allergenkomponenten-Diagnostik (CRD), Endotyp-Phänotypisierung und Ausschluss syndromaler Ursachen.

Component Resolved Diagnostics (CRD) – klinische Relevanz: CRD unterscheidet genuine von kreuzreaktiver Sensibilisierung. Genuine Sensibilisierung (z.B. Phl p 1/5, Der p 1, Fel d 1) = hohe klinische Relevanz, AIT-indiziert. Kreuzreaktive Sensibilisierung (z.B. Bet v 1, Profilin, LTP) = klinische Relevanz variabel, OAS-Risiko, AIT weniger effektiv. Ohne CRD-Differenzierung droht inadäquate AIT-Wahl.

Allergenkomponenten für die AR-Diagnostik

KomponenteAllergenquelleTypKlinische Bedeutung
Phl p 1, Phl p 5LieschgrasGenuine SensibilisierungMarker für Gräsersensibilisierung; Basis für Gräser-AIT; keine Kreuzreaktivität
Bet v 1BirkePR-10-Protein (Kreuzreaktivität)Kreuzreaktion: Apfel (Mal d 1), Haselnuss (Cor a 1), Karotte, Soja. OAS-Risiko. AIT weniger effektiv gegen Kreuzreaktion
Der p 1, Der p 2, Der p 23HausstaubmilbeGenuine SensibilisierungMilben-AIT-Indikation; Der p 23 assoz. mit schwererer AR/Asthma; wichtigste perenniale Allergene
Fel d 1KatzeGenuine SensibilisierungHauptallergen; keine wesentliche Kreuzreaktivität; Tierhaltungsberatung entscheidend
Alt a 1Alternaria alternataGenuine SensibilisierungSchwere AR + Asthma-Risiko; Schimmelpilz-Expositionsreduktion; AIT-Möglichkeit limitiert
Profilin (Bet v 2)Verschiedene PollenPan-Allergen (Kreuzreaktivität)Weitreichende Pollenkreuzreaktivität; OAS; kein verlässlicher AIT-Marker; ohne klinischen Einzelwert

Genetische Zusatzdiagnostik bei Verdacht auf Differenzialdiagnosen

ErkrankungGen / DiagnostikIndikation
Primäre ciliäre Dyskinesie (PCD)DNAI1, DNAI2, DNAH5; nasales NO (erniedrigt); ElektronenmikroskopieChronische beidseitige Rhinitis + Sinusitis + Bronchiektasen + Situs inversus
Zystische Fibrose (CF)CFTR-Panel; SchweißtestChronische AR + NNH-Polyposis + Gedeihstörung im Kindesalter
Immundefekte (CVID, IgA-Mangel)Immunglobulinquantifizierung; Panel-NGSRezidivierende Sinusitiden + fehlende IgE-Erhöhung + Pneumonien
MastozytoseKIT D816V-Mutation; Serum-Tryptase; BiopsieSchwere systemische Reaktionen auf Allergene + perennialer Flushing + Urticaria pigmentosa
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Differenzialdiagnosen

Nicht jeder kindliche Schnupfen ist allergisch. Eine sorgfältige Differenzierung ist vor allem bei perennialer, einseitiger oder nicht-saisonaler Symptomatik sowie bei fehlendem Therapieansprechen erforderlich.

ErkrankungWegweisende KlinikDiagnostikAbgrenzung zur AR
Infektiöse Rhinitis (viral)Akuter Beginn, Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, eitriges Sekret, selbstlimitierendKlinisch; ggf. VirusdiagnostikKein Pruritus; kein Niesen-Salven; keine Saisonalität; keine Konjunktivitis
Nicht-allergische Rhinitis (vasomotorisch, NARES)Dauerhafte Kongestion, keine saisonale Bindung, Trigger: Kälte, Gerüche, Rauch; kein PruritusNegativer Prick-Test; normales IgE; nasale Zytologie (NARES: Eosinophilie ohne Atopie)Kein IgE-Nachweis; kein Pruritus; kein saisonales Muster; schlechteres AIT-Ansprechen
Primäre ciliäre Dyskinesie (PCD)Chronische Rhinitis seit Geburt, bronchiektatische Veränderungen, Situs inversus möglichNasales NO erniedrigt; Elektronen­mikroskopie; Panel-NGS (DNAI1 u.a.)Neonatale Manifestation; Bronchiektasen; erniedrigt nNO; kein IgE
Adenoid-HyperplasiePersistente Nasenatmungsbehinderung, Schnarchen, Schalleitungsschwerhörigkeit, MundatmungNasenendoskopie; ggf. Röntgen Nasenrachen; HNO-KonsilFehlendes Pruritus/Niesen; keine Konjunktivitis; keine Saisonalität; endoskopisch sichtbar
Nasale PolypenZunehmende Kongestion, Anosmie, zähes Sekret; bilateral; bei CF + AR häufigNasenendoskopie (Goldstandard); CT-NNH; CF-AusschlussKeine Saisonalität; Anosmie; endoskopisch sichtbar; CF-Komorbidität möglich
Fremdkörper (Nase)Einseitig übelriechendes Sekret; Kleinkind; plötzlicher BeginnAnteriore Rhinoskopie; ggf. starre EndoskopieEinseitig; foetid; Kleinkind; kein Pruritus; kein IgE
Medikamentöse Rhinitis (Rhinitis medicamentosa)Rebounds-Kongestion nach abschwellenden Nasentropfen; DauerkongestionAnamnese (Dekongestivum > 5 Tage); klinischDauerkongestion ohne Pruritus; Medikamentenanamnese; kein saisonales Muster
Zystische Fibrose (CF)Chronische Rhinosinusitis + Nasenpolypen + Gedeihstörung + CF-SymptomeSchweißtest; CFTR-Genetik; NNH-CTFrühmanifestation; Polyposis; Gedeihstörung; pathologischer Schweißtest
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Therapiemöglichkeiten

Die Therapie der AR folgt dem ARIA-Stufenplan und dem nationalen Leitlinienstandard (AWMF 061/026). Ziele sind Symptomkontrolle, Lebensqualitätsverbesserung und Verhinderung von Folgeerkrankungen (Asthma-Prävention). Allergenkarenz, Pharmakotherapie und AIT sind die drei Säulen.

Stufentherapie – ARIA 2019 / AWMF 2023

  • STUFE 1Intermittierende leichte AR — Orale oder intranasale H1-Antihistaminika

    Orale H1-Antihistaminika (2. Generation): Cetirizin (ab 2 J.), Loratadin (ab 2 J.), Desloratadin (ab 1 J.), Levocetirizin (ab 2 J.), Fexofenadin (ab 6 J.). Nicht-sedierend; einmal täglich. Wirken gut gegen Pruritus, Niesen, Rhinorrhoe; schwächer gegen Kongestion. Intranasale Antihistaminika: Azelastin-Nasenspray (ab 6 J.); schneller Wirkungseintritt (15 min); auch lokal gegen Kongestion.

    Cetirizin · Loratadin · Desloratadin · Levocetirizin · Azelastin nasal
  • STUFE 2Persistierende oder mittelschwere AR — Intranasale Kortikosteroide (INCS)

    INCS sind die wirksamste Einzelsubstanz gegen alle nasalen AR-Symptome inkl. Kongestion. Mometasonfuroat (ab 2 J.), Fluticasonpropionat (ab 4 J.), Fluticasonfuroat (ab 2 J.), Budesonid (ab 6 J.). Einmal täglich anwenden; Wirkbeginn nach 3–7 Tagen; voller Effekt nach 2 Wochen. Minimale systemische Bioverfügbarkeit (< 1 %). Kombination: INCS + orales Antihistaminikum für maximale Wirksamkeit. Fixkombination: Azelastin/Fluticason Nasenspray (Dymista®, ab 12 J.): schneller + stark.

    Mometasonfuroat · Fluticasonpropionat · Fluticasonfuroat · Azelastin/Fluticason (ab 12 J.)
  • STUFE 3Persistierende mittelschwere/schwere AR — INCS + Add-on-Therapie

    INCS + Leukotrienrezeptorantagonist: Montelukast (ab 6 Mon.) besonders wirksam bei AR + Asthma-Komorbidität. Dekongestiva: Xylometazolin nasal (max. 5 Tage; Rebound-Risiko); cave: nicht als Dauertherapie. Nasenspülungen: physiologische oder isotone NaCl-Lösung; Sekret- und Allergenreduktion. Konjunktivitis-Mitbehandlung: Cromoglizinsäure-Augentropfen, Levocabastin-Augentropfen, Olopatadin-Augentropfen. Wenn unzureichendes Ansprechen: AIT evaluieren.

    INCS + Montelukast · Nasenspülungen · Cromoglizinsäure AT
  • STUFE 4Kausale Therapie — Allergenspezifische Immuntherapie (AIT)

    AIT ist die einzige kausale Therapie der AR und modifiziert den Krankheitsverlauf nachhaltig. Indiziert bei: IgE-vermittelter AR mit relevantem Allergen, unzureichendem Ansprechen auf Pharmakotherapie, Asthma-Prävention, Vermeidung neuer Sensibilisierungen. SCIT: subkutane Immuntherapie; 3–5 Jahre; wöchentlich (Steigerung) dann monatlich (Erhaltung). SLIT: sublinguale Immuntherapie; täglich zu Hause; Tabletten (Grazax® Gräser, Acarizax® Milbe, Itulazax® Birke/Erle); oder Tropfen. Früher Beginn (ab 5 Jahre) empfohlen; verhindert Asthma-Entwicklung, reduziert neue Sensibilisierungen. SLIT-Nasen­therapie (SLIT-NN) in Evaluation.

    SCIT: 3–5 Jahre · SLIT-Tabletten: Grazax® · Acarizax® · Itulazax® · ab 5 Jahre
  • STUFE 5Schwere therapierefraktäre AR — Biologika (Omalizumab, Dupilumab)

    Omalizumab (Anti-IgE): Off-label bei schwerer AR; zugelassen für Asthma + CRSwNP (ab 6 J.). Effektiv bei hochsensibilisierten Patienten; IgE-abhängige Dosierung. Dupilumab (Anti-IL-4Rα): zugelassen für CRSwNP (ab 12 J.) + Asthma + AD; wirksam bei Rhinitis-Komorbidität. Starke Evidenz für Symptomreduktion. Indikation bei Biologika nur nach AIT-Versagen oder Kontraindikation. Systemische Kortikosteroide: nur kurzzeitig (max. 5–7 Tage) bei schwerem Schub; keine Dauertherapie.

    Omalizumab (off-label AR) · Dupilumab (CRSwNP, ab 12 J.) · OCS nur kurzfristig

Biologika bei AR & Rhinokonjunktivitis

Omalizumab

Anti-IgE; Blockiert freies IgE. Off-label bei AR; zugelassen für allergisches Asthma (ab 6 J.) und CRSwNP. Besonders bei polysensibilisierten Patienten mit hohem IgE und persistierender AR trotz AIT wirksam.

Xolair® · off-label AR · s.c. alle 2–4 Wochen

Dupilumab

Anti-IL-4Rα; Blockiert IL-4 + IL-13. Zugelassen für CRSwNP (ab 12 J.) + Asthma + AD. Wirkt auf die gesamte Typ-2-Atemwegsentzündung (united airway). Nasale Polypen-Reduktion + nasale Kongestion-Besserung signifikant.

Dupixent® · CRSwNP ab 12 J. · s.c. alle 2 Wo.

Mepolizumab

Anti-IL-5; zugelassen für CRSwNP (Erwachsene). Eosinophile Polypen-Erkrankung. Bei pädiatrischer AR bisher off-label. Relevanz bei schwerem eosinophilem Phänotyp (hohe Blut-Eosinophile, NNH-Polypen).

Nucala® · CRSwNP Erwachsene · s.c. monatlich

AIT – Wirknachweis & Präventionseffekte

AIT-Präventionseffekte bei Kindern: (1) Asthmaprophylaxe: AR-Kinder unter AIT: 50 % geringeres Asthma-Entwicklungsrisiko (PAT-Studie). (2) Polyphylaxe: Reduktion neuer Sensibilisierungen um 30–50 %. (3) Langzeiteffekt: Anhaltende Wirkung ≥ 3 Jahre nach AIT-Ende. (4) Frühzeitiger Beginn: ab 5 Jahren empfohlen; je früher, desto besser der Präventionseffekt. (5) Asthmabehandlung: gleichzeitige AR + leichtes Asthma → AIT reduziert Asthma-Exazerbationen.

Nicht-pharmakologische Maßnahmen

🪟

Allergenkarenz

Pollenschutz: Fenster bei hoher Pollenbelastung schließen, Pollenfilter (Auto/Wohnung), Haare vor Schlafengehen waschen. Milbenreduktion: Encasing, Heißwaschen ≥ 60°C, kein Teppich. Tierhaltung bei Tierhaar-AR vermeiden.

💧

Nasenspülungen

Isotone oder hypertone NaCl-Spülungen (z.B. 2× tägl.) reduzieren Allergen- und Entzündungsmediatorenlast, verbessern mukoziliäre Clearance. Günstig, sicher, ab Kleinkindealter (Nasendusche, Nasenspray).

📱

Pollenkalen­der & Apps

Tagespollenzahl verfolgen (DWD-Pollenflugvorhersage, aha!-App, Pollen-App). Outdoor-Aktivitäten bei hoher Belastung morgens/vor Regen reduzieren. Urlaub in pollenarmen Regionen (Meer, Hochgebirge) während Hochsaison.

🎓

Patientenschulung

Inhalationstechnik für intranasale Applikation. Aufklärung über AIT-Ablauf, Erwartungshaltung und Prävention. Pollen-Tagebücher, Symptom-Scoring. Schulungsprogramme der DGAKI und GPA für Kinder und Eltern.

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Expertenzentren D-A-CH

Führende Experten und Zentren für allergische Rhinitis und pädiatrische Allergologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

🇩🇪 Deutschland
Prof. Dr. Ludger Klimek
Allergologie & HNO
Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden
WIESBADEN
ARIA-Leitlinie Deutschland (Erstautor); allergische Rhinitis; Nasenpolypen; AIT; Biologika bei CRS
ARIA-Leitlinie DAITRhinologie
Prof. Dr. Matthias Kopp
Kinderpneumologie & Allergologie
Inselspital Bern / MHH / DZL
BERN / LÜBECK
Pädiatrische Allergologie; AR-Prävention; AIT im Kindesalter; ARIA-Kinder; Allergieprävention S3-Leitlinie
AIT KinderPrävention
Prof. Dr. Oliver Pfaar
Allergologie / HNO-Rhinologie
Philipps-Universität Marburg
MARBURG
AIT-Studien (SCIT/SLIT); ARIA; nasale Provokation; Pollenallergen; European AIT-Guidelines
AIT-StudienARIA
Prof. Dr. Claus Bachert
Rhinologie & Allergologie
Universität Gent (BE) / Comprehensive Allergy Center München
MÜNCHEN
CRS mit Nasenpolypen; EPOS-Leitlinie; Dupilumab-Studien (SINUS-24/52); Typ-2-Inflammation; IgE-lokal
EPOS-AutorDupilumab
Prof. Dr. Eckard Hamelmann
Pädiatrische Allergologie
Ev. Klinikum Bethel, Bielefeld
BIELEFELD
AR Kinder; Asthma-Prävention durch AIT; Biologika; GPP-Mitglied; Rhinokonjunktivitis-Studien
AR KinderAsthma-Prävention
Prof. Dr. Matthias Zeitz
HNO / Pädiatrische HNO
Charité – Universitätsmedizin Berlin
BERLIN
Pädiatrische HNO; Adenoid-Hyperplasie; allergische Rhinitis Kinder; Rhinochirurgie; Otitis media
Päd. HNOAdenoide
🇦🇹 Österreich
Univ.-Prof. Dr. Friedrich Horak
Klinische Allergologie
Allergie Zentrum Wien Floridsdorf
WIEN
Pollenallergie; AR-Studien in Pollenkammern (Vienna Challenge Chamber); AIT; SCIT/SLIT-Studien
PollenkammerAIT-Studien
Univ.-Prof. Dr. Zsolt Szépfalusi
Pädiatrische Allergologie
AKH Wien / MedUni Wien
WIEN
Allergische Rhinitis Kinder; Immuntherapie; atopischer Marsch; AR + Asthma; Nahrungsmittelallergie
AR KinderAIT
Prim. Dr. Angela Zacharasiewicz
Pädiatrische Pneumologie & Allergologie
Wilhelminenspital Wien
WIEN
AR + Asthma; pädiatrische Pneumologie; Rhinitis-Asthma-Verbindung; österr. Leitlinienarbeit ÖGKJ
AG-Leiterin ÖGKJUnited Airways
🇨🇭 Schweiz
Prof. Dr. Matthias Kopp
Chefarzt Pädiatrie / Allergologie
Inselspital Bern, Universität Bern
BERN
Pädiatrische Allergologie; AR-Prävention; AIT-Leitlinien; DZL-Mitglied; Präsident GPP
GPP-PräsidentPrävention
aha! Allergiezentrum Schweiz
Nationales Kompetenzzentrum
aha! Allergiezentrum Schweiz
BERN
Schulungen, Beratung, Selbsthilfe für AR-Patienten und Familien; Eltern-/Kinderschulung; Pollen-App; Diagnostikzentrum
SchulungPollen-App
Prof. Dr. Peter Eng
Pädiatrische Allergologie / Pneumologie
Kantonsspital Aarau, Kinderklinik
AARAU
Allergische Rhinitis und Asthma im Kindesalter; AIT; Pollenallergien; Immuntherapie-Studien; Schweizer Allergie-Register
AR + AsthmaAIT Kinder

Fachgesellschaften: DGAKI – Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie · GPA – Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin · ÖGAKI – Österreichische Gesellschaft für Allergologie · SGAI – Schweizerische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie · EAACI – European Academy of Allergy and Clinical Immunology · ARIA – Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma · aha! Allergiezentrum Schweiz (aha.ch)